Michel

Die evangelische Hauptkirche Sankt Michaelis, im Volksmund kurz und liebevoll „Michel“ genannt, ist das Wahrzeichen Hamburgs – nicht zuletzt, weil der Kirchturm für einfahrende Seeleute lange Zeit das Erste war, was sie von der Hansestadt sahen. Dabei schien der Michel, der als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands gilt, zunächst unter keinem guten Stern zu stehen: Zweimal (1750 und 1906) brannte die Kirche bereits ab, der letzte Wiederaufbau wurde 1912 abgeschlossen.

Bewundern Sie Hamburg von oben

Ein Besuch des Michels sollte zu jedem Hamburg-Aufenthalt gehören, denn wer sich mit dem Fahrstuhl zu der in 82 Meter Höhe gelegenen Aussichtsplattform befördern lässt oder den Aufstieg über 453 Treppenstufen zu Fuß bewältigt, wird mit einem sensationellen Rundblick über die Elbmetropole belohnt. In dieser luftigen Höhe – der 132 Meter hohe Michel-Turm zählt übrigens zu den höchsten Kirchtürmen der Welt – ist der Besucher zudem der größten Turmuhr Deutschlands ganz nah: Der Durchmesser des Ziffernblattes misst acht Meter; der große Zeiger hat eine Länge von 4,91 Meter, der kleine 3,60 Meter und beide wiegen jeweils stolze 130 Kilogramm.

Die Krypta

Natürlich ist auch das Innere des Gotteshauses sehenswert: Über dem Hauptportal wacht der Namensgeber Erzengel Michael als Bronzestatue, Musikfreunde finden gleich drei Kirchenorgeln. In der Krypta bietet die Ausstellung „HamburgHistory“ einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Hansestadt.